Arbeitsschwerpunkte
Die Abteilung beschäftigt
sich mit Familien und anderen (kinderlosen) Lebensformen sowie mit Lebensläufen
und Familienentwicklungsprozessen. Im Mittelpunkt stehen die Beschreibung und
Erklärung des Wandels von Familienformen, von Familienfunktionen und von
Verläufen der Familienentwicklung. Thema sind zum Beispiel die Pluralisierung
von Lebens- und Familienformen, Gründe für niedrige Fertilität
und Kinderlosigkeit oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dabei
werden das Individuum und die Bedingungen des Handelns des Individuums im Kontext
der Beziehungen zu anderen Akteuren mit Hilfe der Netzwerkanalyse erfasst, um
den sozialen Kontext in den Akteure eingebettet sind zu berücksichtigen.
Das bedeutet, dass sich die Studien nicht nur auf die Informationen bzw. Attribute
der Akteure und ihre Eigenschaften stützen, sondern auch auf Informationen
über die Art und Weise, wie die Akteure miteinander verbunden sind, d.h.
ihre sozialen Beziehungen. Die Studie von sozialen Netzwerken beruht auf der Überlegung,
dass scheinbar autonome Individuen und Organisationen, in soziale Beziehungen
und Interaktionen eingebettet sind, die das Handeln und die Handlungsmöglichkeiten
der Individuen, Familien usw. beeinflussen.
Diese Themen sind Gegenstand
von Forschung und Lehre. Sie werden theoriegeleitet empirisch untersucht. Dazu
werden jeweils Einflüsse des gesellschaftlich-strukturellen Kontextes, des
sozialen Milieus, der individuellen Situation und die soziale Eingebundenheit
der Akteure in soziale Beziehungen mit berücksichtigt. Ebenso sind aktuelle
Entwicklungen - etwa in Recht, Sozialpolitik, Wirtschaft und Arbeitsmarkt - von
Interesse. Thematisch wird versucht, an gesellschaftspolitische Diskurse über
Familie und soziale Netzwerke anzuknüpfen.
In der Lehre werden
regelmäßig Veranstaltungen zu den Bereichen Netzwerkforschung, Familiensoziologie
sowie methodischen Problemen familienwissenschaftlicher und netzwerkanalytischer
Untersuchungen angeboten. |