Forschungspraktikum

Formale Voraussetzungen

  • Verfassen eines empirischen Forschungsberichts (10-15 Seiten)
  • Anwesenheitspflicht in den Lehrveranstaltungen
  • Exposé und Arbeitsaufgaben
  • Anmeldung in Jogustine notwendig

Zusätzliche Informationen

Es wird empfohlen, die Orientierungs-Module sowie mindestens ein Methoden-Block bereits abgeschlossen zu haben.

Inhaltliche Ausrichtung

Im Rahmen des Forschungspraktikums (also der regulären Veranstaltung) geht es um die Einführung in die Praxis quantitativer oder qualitativer empirischer Forschung. Im Mittelpunkt steht daher weniger die abstrakte Reflexion von Forschungsmethoden oder -ansätzen, sondern vor allem ihre projekt­bezogene Anwendung.

Nachdem Sie im Verlauf Ihres Studiums soziologischen Theorien, qualitativen und/oder quantitativen Methoden kennengelernt und Einblicke in Gegenstandsbezogene Soziologien erlangt haben, dient das Forschungspraktikum dazu, dieses Wissen sinnvoll in einer wissenschaftlichen Hausarbeit miteinander zu verbinden.

Hierbei bekommen Sie die Möglichkeit Ihr Thema bzw. ihren Gegenstand frei zu wählen und so gezielt einen inhaltlichen Fokus/Schwerpunkt in ihrem Studium zu verfolgen. Lediglich die Passung von Forschungsinteresse und Methodenwahl setzt Ihnen Grenzen (so können bestimmte Fragestellungen nur mittels qualitativer Methoden untersucht werden oder auch umgekehrt). Wenngleich auch zu berücksichtigen ist, dass die gewählte Forschungsfrage im Rahmen des Praxismoduls innerhalb eines Semesters angemessen bearbeitbar sein muss (in zeitlicher und methodischer Hinsicht; Sie sollen keine Bachelor-Arbeit schreiben und auch nicht direkt mit Längsschnittdaten und -methoden arbeiten).

Im Semesterverlauf werden Sie die einzelnen Schritte eines Forschungsprozesses durchlaufen. Zu Beginn entwickeln Sie eine Fragestellung, die dann sukzessive zu einem Exposé ausgebaut wird. Parallel dazu unterfüttern Sie Ihre Überlegungen mit theoretischen Konzepten, die es erlauben Ihre Fragestellung in konkrete Hypothesen zu übersetzten. Diese Arbeit wird durch die Recherche und Erarbeitung eines empirischen und theoretischen Forschungstandes unterstützt.

Anschließend werden Sie sich mit der Aufbereitung und Analyse von Sekundardaten (quantitativ) oder der Erhebung und Auswertung von Primärdaten (qualitativ) auseinandersetzten.

Da die Forschungsprozesse zwischen qualitativ und quantitativ ausgerichteten Projekten unterschiedlich verlaufen, entscheiden sich die Teilnehmer bereits bei der Veranstaltungsanmeldung für eine qualitativ-empirische oder eine quantitativ-empirische Ausrichtung des Forschungspraktikums.