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| S. Haug
Nichtregierungsorganisationen und ehrenamtliches Engagement
Seminar, 2 SWS. Blockveranstaltung, 12.01.07, 16:00 - 19:00, SB
II 05-432, 13.01., 14.01.07, 10.00-18.00 Uhr, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse II
Diplom: Spezielle Soziologie: Organisation von Arbeit und Betrieb
Inhalt:
In der internationalen Politik wie im Globalisierungsprozess spielen
Nicht-Regierungsorganisationen (NRG bzw. NGO "Non-Governmental
Organization) eine immer wichtigere Rolle: sowohl als kritische,
zivilgesellschaftliche Instanz wie auch mit ihrem Engagement an
der "Basis", in den Netzwerken sozialer Bewegungen oder
in bestimmten Politikfeldern. In diesem Seminar wird ein Überblick
über die Arbeitsweise und Organisation von NRGs gegeben, ihr
eigenes Selbstverständnis beschrieben und ihre Tätigkeit
am Beispiel von verschiedenen Politikbereichen (Menschenrechte,
humanitäre Hilfe, Umwelt- und Tierschutz, Entwicklungshilfe,
Gewerkschaften) dargestellt. Des weiteren werden soziologische Theorien
und Studien zum Bereich des ehrenamtlichen Engagements in freiwilligen
Vereinigungen behandelt.
Bitte melden Sie sich per E-mail an: sonja.haug@bamf.bund.de
Literaturhinweise:
Badelt, Christoph 2002: Handbuch der Nonprofit-Organisation: Strukturen
und Management, Stuttgart: Schäffer-Poeschel
Kistler, Ernst; Noll, Heinz-Herbert; Priller, Eckhard 1999 (Hg.):
Perspektiven gesellschaftlichen Zusammenhalts: empirische Befunde,
Praxiserfahrungen, Meßkonzepte; Berlin: Ed. Sigma
Schwarz, Peter, 2005: Organisation in Nonprofit-Organisationen,
Bern: Haupt
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| K. Hinner
Multivariate Datenanalyse - Das Sozio-ökonomische Panel (SOEP)
Seminar, 2 SWS, Do 17:00 - 19:00, N 131 (Geopool)
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie und Politikwissenschaft
Stellung im Studiengang:
Magister: Lehrveranstaltung nach Wahl
Diplom: Wahlpflichtfachveranstaltung in Soziologie
Inhalt:
Das Ziel dieser Veranstaltung ist eine eingehendere Beschäftigung
mit der computergestützten Datenanalyse. Deshalb sind grundlegende
SPSS-Kenntnisse, wie sie in den einführenden Methodenveranstaltungen
vermittelt werden, für die Teilnahme erforderlich.
Nach einer kleinen Wiederholung und Rekapitulierung der SPSS-Basis-Anwendungen
werden wir uns um kompliziertere und inhaltlich ergiebige aktuelle
Datensätze kümmern. Dies soll anhand des SOEP geschehen.
Das SOEP ist eine seit 1984 jährliche Wiederholungsbefragung
von Deutschen, Ausländern und Zuwanderern in den alten und
neuen Bundesländern. Die Stichprobe umfasste im Erhebungsjahr
2004 mehr als 12.000 Haushalte mit fast 24.000 Personen. Themenschwerpunkte
sind unter anderem Haushalts¬zusammensetzung, Erwerbs- und Familienbiographie,
Erwerbsbeteiligung und berufliche Mobilität, Einkommensverläufe,
Gesundheit und Lebenszufriedenheit.
Literaturhinweise:
http://www.hinner.com/mainz/Winter2006.html
Bühl, Achim; Zöfel, Peter 2004: SPSS Version 12, m. CD-ROM.
Einführung in die moderne Datenanalyse unter Windows, München:
Pearson Studium
SOEP-Homepage: www.diw-berlin.de/soep
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| S. Hirschauer
Theorien der Praxis
Seminar, 2 SWS, Di 16:00 - 18:00, SB II 03-144
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Allgemeine Soziologie
Diplom: Allgemeine Soziologie
Inhalt:
Das Seminar befasst sich mit einer wachsenden ‚Theoriefamilie‘
in der Soziologie, die sich von Handlungs- und Strukturtheorien
gleichermaßen distanziert und unter verschiedenen Titeln geführt
wird: Kulturtheorien, Theorien der Praxis oder der Praktiken. Die
den ‚praxeological turn‘ vollziehenden Autoren entstammen
recht verschiedenen Traditionslinien der Soziologie, darunter der
Phänomenologie, dem Pragmatismus, dem Poststrukturalismus und
der Wissenssoziologie. Das Seminar widmet sich ausgewählten
Repräsentanten dieser Linien und betrachtet exemplarische Texte
mit einer vergleichenden Perspektive auf ihre ‚Familienähnlichkeiten‘.
Dabei wird es auch um die Frage gehen, was "Theorie" heißen
soll, wenn die Soziologie ihren Gegenstand und sich selbst als kulturelle
Praxis begreift., Die Seminarteilnahme erfordert eine Anmeldung
auf der Internetseite des Arbeitsbereiches Hirschauer, die bei großer
Nachfrage an einem Losverfahren teilnimmt. Anmeldefrist ist vom
01.09. bis 30.09.2006. Die durch Los ermittelten Teilnehmer (und
nur diese) werden bis 10.10. per E-Mail verständigt.
Literaturhinweise (Auszug):
Bourdieu, Pierre 1987: Entwurf einer Theorie der Praxis, Frankfurt
a.M.: Suhrkamp
Foucault, Michel 1976: Überwachen und Strafen, Frankfurt a.M.:
Suhrkamp
Garfinkel, Harold 2002: Ethnomethodology‘s Programm: Working
out Durkheim‘s Aphorism, Cambridge: Cambridge University Press
Geertz, Clifford 1983: Dichte Beschreibung, Frankfurt a.M.: Suhrkamp
Hörning, Karl H. 2004: Doing Culture. Zum Begriff der Praxis
in der gegenwärtigen soziologischen Theorie, Bielefeld: Transcript
Reckwitz, Andreas 2000: Die Transformation der Kulturtheorien, Weilerswist:
Velbrück
Schatzki, Theodore R. 1996: Social Practices. A Wittgensteinian
Approach to Human Activity and the Social, Cambridge: Cambridge
University Press
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| S. Hradil / C. Steuerwald
Schichten, Klassen, Milieus, Lebensstile: Konzepte der Sozialstrukturanalyse
Seminar, 2 SWS, Mo 13:00 - 14:30, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse II
Diplom: Spezielle Soziologie: Soziale Ungleichheit
Inhalt:
Um das Gruppengefüge der sozialen Ungleichheiten zu beschreiben,
konkurrieren derzeit verschiedene Modelle miteinander. Ziel der
Veranstaltung ist es, die einzelnen Konzepte darzustellen, ihren
spezifischen Eigenwert zu demonstrieren und auf die Vor- bzw. Nachteile
konkreter Beschreibungen hinzuweisen. Ein zentraler Orientierungspunkt
hierfür ist die Differenzierung zwischen Bewusstsein und Sein.
Literaturhinweise (Auszug):
Burzan, Nicole 2004: Soziale Ungleichheit. Eine Einführung
in die zentralen Theorien. Wiesbaden: VS Verlag
Geißler, Rainer 2002: Die Sozialstruktur Deutschlands. Die
gesellschaftliche Entwicklung vor und nach der Vereinigung. Wiesbaden:
Westdeutscher Verlag
Hartmann, Peter H. 1999: Lebensstilforschung. Darstellung, Kritik
und Weiterentwicklung. Opladen: Leske + Budrich
Hradil, Stefan 1987: Sozialstrukturanalyse in einer fortgeschrittenen
Gesellschaft. Opladen. Leske + Budrich
Hradil, Stefan 2001: Soziale Ungleichheit in Deutschland, Opladen:
Leske + Budrich
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| H. Lofink
Sozialraum Stadt
Seminar, 2 SWS, Di 10:30 - 12:00, P 7
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Studierende des Studienschwerpunktes bzw. Wahlpflichtfaches EUROMIR
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse II
Diplom: Spezielle Soziologie: Soziale Ungleichheit oder Wahlpflichtveranstaltung
in Soziologie
Inhalt:
Im Seminar soll der zentralen Frage nachgegangen werden, wie gesellschaftliche
Räume (hier der Sozialraum Stadt) durch gesellschaftliche Beziehungen
bestimmt werden. Erkenntnisgegenstand ist somit das Verhältnis
zwischen sozialer und räumlicher Organisation der Bevölkerung.
Durch die "funktionale Spezialisierung" und "strukturelle
Ausdifferenzierung" gesellschaftlicher Verhältnisse bilden
sich verschiedene gesellschaftliche Teilsysteme (ökonomische,
soziale, politische, kulturelle) heraus, die sich wiederum in lokale
Untersysteme gliedern. Diese entfalten zugleich auch eine spezifische
räumliche Manifestation mit unterschiedlicher Ausbreitung oder
Wirkungsfeldern. Hierbei kommt den gesellschaftlichen Interaktions-
und Handlungsstrukturen der mit der Produktion, Nutzung und Aneignung
des jeweiligen Raumes befassten Menschen, die hier als soziale Akteure
und unter dem Aspekt der sozialen Differenzierung betrachtet werden,
eine zentrale Bedeutung zu. Inwiefern solche Interaktions- und Handlungsstrukturen
in ihrer jeweiligen Artikulation durch spezifische lokale Klassen-
und Machtverhältnisse strukturiert und vielfach durch lokale
Traditionen und Identitäten geprägt werden, wird somit
ebenfalls Gegenstand des Seminars sein.
Literaturhinweise:
Geiling, Heiko (Hg.) 2003: Probleme sozialer Integration: agis-Forschungen
zum gesellschaftlichen Strukturwandel, Münster: LIT-Verlag
Häußermann, Hartmut u.a. (Hg.) 1992: Stadt und Raum,
Pfaffenweiler: Centaurus
Häußermann, Hartmut; Siebel, Walter 2004: Stadtsoziologie.
Eine Einführung, Frankfurt am Main, New York: Campus
Schmals, Klaus M. (Hg.) 2000: Migration und Stadt. Entwicklung,
Defizite, Potentiale, Opladen: Leske + Budrich
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| H. Lofink
Pluralisierung der Gesellschaft durch Einwanderung
Seminar, 2 SWS, Di 8:30 - 10:00, P 7
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Studierende des Studienschwerpunktes bzw. Wahlpflichtfaches EUROMIR
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse II
Diplom: Spezielle Soziologie: Soziale Ungleichheit
Inhalt:
Im Kontext der Pluralisierung der Gesellschaft durch Einwanderung
hat ein Begriff Karriere gemacht: Multikultur.
“Multikulturelle Gesellschaft” kennzeichnet in der aktuellen
politischen Diskussion in der Bundesrepublik zunächst nur eine
Gesellschaftsform, deren Erscheinungsbild maßgeblich von der
nicht-deutschen Bevölkerung mit beeinflusst wird. Einerseits
wird die “multikulturelle Gesellschaft” als erstrebenswerte
liberale Version, als Utopie mit hohem Wahrscheinlichkeitsanspruch
verkündet. Andererseits wird befürchtet, die deutsche
Geschichte, Tradition, Sprache und Kultur verlören auf dem
Weg in die "multikulturelle Gesellschaft" ihre einigende
und prägende Kraft. Ziel dieser Veranstaltung ist es, die voraussichtlichen
Auswirkungen einer „multikulturellen Gesellschaft“ in
den drei zentralen Sphären einer modernen pluralistischen Gesellschaft
(politisch-öffentlicher Bereich, Sphäre des Gesellschaftlich-Sozialen,
Privatsphäre) zu analysieren.
Literaturhinweise:
Han, Petrus 2005: Soziologie der Migration, Stuttgart: Lucius und
Lucius
Mintzel, Alf 1997: Multikulturelle Gesellschaften in Europa und
Nordamerika. Konzepte, Streitfragen, Analysen, Befunde, Passau:
Wissenschaftsverlag Rothe
Münz, Rainer 1999: Zuwanderung nach Deutschland. Strukturen,
Wirkungen, Perspektiven, Frankfurt am Main: Campus
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| D. Lück
Familie in der soziologischen Theorie
Seminar, 2 SWS, Do 16:00 - 18:00, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse II
Diplom: Spezielle Soziologie: Familie
Inhalt:
Welchen Beitrag leisten soziologische Theorien zum Verständnis
der Strukturen und des Wandels von Familie und privater Lebensführung?
Welche Diagnosen ergeben sich aus empirischen Befunden je nachdem
im Lichte welcher Theorie man sie betrachtet? Welche Theorien sind
im Kontext welcher Fragestellung plausibel? Wo liegen ihre Defizite?
Wo liegen Gemeinsamkeiten, wo Widersprüche? Diese Fragen sollen
anhand einer Auswahl von Theorien diskutiert werden.
Literaturhinweise:
Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.
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| W.-U. Prigge
Wandel der Arbeitsbeziehungen in der Bundesrepublik Deutschland
Seminar, 2 SWS, Do 16:00 - 18:00, SB II 03-134
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse II
Diplom: Spezielle Soziologie: Arbeitsbeziehungen
Inhalt:
Gegenstand des Seminars ist der Wandel in den Arbeitsbeziehungen
der Bundesrepublik Deutschland seit Beginn der Neunziger Jahre.
Anzeichen des Wandels sind die verbreitete These von der ,Erosion’
des Modells der Arbeitsbeziehungen in der Bundesrepublik Deutschland
sowie zahlreiche Vorschläge für grundlegende staatliche
Interventionen in die Arbeitsbeziehungen, die entsprechenden Veränderungen
Rechnung tragen sollen (Gesetz zur Modernisierung des Arbeitsrechts;
gesetzliche Festlegung von Mindestlöhnen etc.). Im Seminar
soll detailliert untersucht werden, welchen Veränderungen die
korporativen Akteure der Arbeitsbeziehungen in der Bundesrepublik
Deutschland (insbesondere Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände
und Betriebsräte) unterliegen und welchen Einfluss diese Veränderungen
auf ihre wechselseitigen Beziehungen haben. Besondere Beachtung
finden die Mitbestimmungskompetenzen der Arbeitnehmervertreter auf
Betriebs- und Unternehmensebene sowie die betriebliche und tarifliche
Lohnfindung.
Literaturhinweise:
Haipeter, Thomas; Schilling, Gabi 2006: Arbeitgeberverbände
in der Metall- und Elektroindustrie. Tarifbindung, Organisationsentwicklung
und Strategiebildung, Hamburg: VSA
Niedenhoff, Horst-Udo 2005: Mitbestimmung in der Bundesrepublik
Deutschland, Köln: Deutscher Instituts-Verlag
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut in der Hans-Böckler-Stiftung
(WSI) (Hg.) 2006: Tarifhandbuch 2006, Frankfurt am Main
Kontroverse: „Sind die Gewerkschaften intermediäre Organisationen?“
(unter Beteiligung von Joachim Beerhorst, Walther Müller-Jentsch,
Joachim Bergmann, Rainer Trinczek, Bodo Zeuner, Klaus Dörre),
in: Industrielle Beziehungen, 2005, S. 177 – 221
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| G. Schmied
Kultursoziologie
Seminar, 2 SWS, Mi 10:00 - 12:00, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Allgemeine Soziologie
Diplom: Allgemeine Soziologie
Inhalt:
Ausgangspunkt ist ein „breiter“ Kulturbegriff, bei dem
nicht zwischen Hoch- und Trivialkultur unterschieden wird. Es sollen
Themen aus den Bereichen „Literatur“, „Religion“
und „Alltag“ soziologisch bearbeitet werden. Kultur
soll in Anlehnung an Emile Durkheim in die Komponenten „Bewusstsein“,
„Handlung“ und „Materielles“ gegliedert
werden.
Das Zusammenspiel der Komponenten soll dargstellt werden. Artübergreifende
Verhaltensformen und materielle Objekte sollen aus der Analyse ausgeklammert
und als solche gekennzeichnet werden. Materialien aus der empirischen
Sozialforschung sind zu berücksichtigen.
Literaturhinweise:
Hansen, Klaus P. 1995: Kultur und Kulturwissenschaft, Tübingen,
Basel: Francke (zur Einführung geeignet)
Soeffner, Hans Georg (Hg.) 1988: Kultur und Alltag, Sonderheft 6
von „Soziale Welt“, Göttingen: Otto Schwartz (enthält
auch konkrete Analysen)
Eibl-Eibesfeldt, Irenäus 1984: Die Biologie des menschlichen
Verhaltens, München, Zürich: Piper
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| N. F. Schneider
Konsumsoziologie
Seminar, 2 SWS, Mo 11:00 - 12:30, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse II
Diplom: Allgemeine Soziologie oder Wahlpflichtfach oder Spezielle
Soziologie: Familie
Inhalt:
Absatz und Konsum haben in voll entfalteten Industriegesellschaften
Mangel und Produktion als zentrale Problembereiche abgelöst.
Der Konsumbereich hat sich zu einem sozialen Subsystem von besonderer
Relevanz entwickelt und "Konsumieren" ist zu einem eigenständigen
Lebensbereich mit spezifischen Orientierungen, Normen und Stilen
ausgebildet. Im Mittelpunkt des Seminars stehen Fragen zur Geschichte
des Konsums, zur Konsumgesellschaft sowie zu den sozialen und individuellen
Aspekten des Konsumverhaltens.
Literaturhinweise:
Rosenkranz, Doris; Norbert F. Schneider (Hg.) 2000: Konsum. Soziologische,
ökonomische und psychologische Perspektiven, Opladen: Leske
+ Budrich
Schulze, Gerhard 1992: Die Erlebnisgesellschaft, Frankfurt a.M.:
Campus
Siegrist, Hannes; Kaelble, Hartmut; Kocka, Jürgen (Hg.) 1997:
Europäische Konsumgeschichte, Frankfurt a.M.: Campus
Stihler, Ariane 1998: Die Entstehung des modernen Konsums, Berlin:
Duncker & Humblot
Wiswede, Günther 1972: Soziologie des Verbraucherverhaltens,
Stuttgart: Enke
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| M. Stegmann
Wissenssoziologie und Familie
Seminar, 2 SWS, Mi 10:00 - 12:00, Hs V (ReWi)
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse II
Diplom: Spezielle Soziologie: Familie
Inhalt:
Familie und private Lebensführung sind im Verlauf der letzten
Jahrzehnte aus einst engen institutionellen Zwängen herausgelöst
worden und stehen zunehmend zur individuellen Disposition. Die mit
dieser Entwicklung einhergehende Erweiterung von Handlungsspielräumen
impliziert die Notwendigkeit, sich der nunmehr „gewählten“
Lebensformen sinnhaft zu vergewissern. Gegenstand der Analyse ist
das „Alltagswissen“ über die Gestaltungsmöglichkeiten
und –ziele des privaten Lebens, das subjektive und objektive
Bedeutungs- und Sinnstrukturen konstituiert. Tradiertes Erfahrungswissen,
habitualisierte Handlungsmuster, Orientierungen und Vorstellungen
vom „guten“ Leben werden ebenso thematisiert wie institutionelle
Ratgeber und Experten. Welche Bilder und Idealvorstellungen prägen
das alltägliche Wissen? Welchen Beitrag leisten, neben persönlichen
Interaktionspartnern, öffentlich wirksame institutionelle Agenturen
wie Politik, Kirchen, Medien und Wirtschaft? Ziel der Veranstaltung
ist es, die lebensweltlichen Wirklichkeitskonstruktionen im Bereich
der privaten Lebensführung sichtbar und verstehbar zu machen.
Literaturhinweise:
Berger, Peter L.; Luckmann, Thomas 1969: Die gesellschaftliche Konstruktion
der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie, Frankfurt
a. M.: Fischer
Lüscher, Kurt; Wehrspaun, Michael; Lange, Andreas 1989: Begriff
und Rhetorik von Familie, in: Zeitschrift für Familienforschung,1,
S. 61-76
Schneider, Norbert F. 2000: Private Lebensführung zwischen
Tradition und Postmoderne. Rechts- und familiensoziologische Betrachtungen,
in: Zeitschrift für Sexualforschung, 13, S. 104-117
Wahl, Klaus 1999: Familienbilder und Familienrealitäten, in:
Böhnisch, Lothar; Lenz, Karl (Hg.): Familien. Eine interdisziplinäre
Einführung, Weinheim, München: Juventa, S. 99-112
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