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| S. Hradil
Einführung in die Soziologie sozialer Ungleichheit
Übung, 2 SWS, Di 13:30 - 15:00 , SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse I
Diplom: Spezielle Soziologie: Soziale Ungleichheit
Inhalt:
Die Veranstaltung soll einen Überblick über das Gebiet
(und die „spezielle Soziologie“) sozialer Ungleichheiten
vermitteln. Zunächst soll ein Verständnis von den Erscheinungsformen
und Problemen gewonnen werden, die mit sozial strukturierten Vor-
und Nachteilen zwischen Menschen einhergehen. Weiterhin werden die
wichtigsten beschreibenden Grundbegriffe und erklärenden Theorien
sozialer Ungleichheit erörtert. Dann wird die (Erforschung
der) Lage der Menschen im Hinblick auf folgende Dimensionen sozialer
Ungleichheit besprochen: Bildung
(-schancen), Arbeit (-slosigkeit), Einkommen, Vermögen und
Armut, Macht, Prestige sowie Arbeits-, Wohn- und Freizeitbedingungen
und soziale Randgruppen. Schließlich ist den Folgen sozialer
Ungleichheit unter anderem im Denken und Handeln der Menschen sowie
in ihren sozialen Milieus und Lebensstilen nachzugehen.
Literaturhinweise:
Hradil, Stefan 2001: Soziale Ungleichheit in Deutschland, Opladen:
Leske + Budrich
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| H. Lofink
Bildungsbeteiligung von benachteiligten Jugendlichen im internationalen
Vergleich
Übung, 2 SWS, Do 8:30 - 10:00, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Studierende des Studienschwerpunktes bzw. Wahlpflichtfaches EUROMIR
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse I
Diplom: Spezielle Soziologie: Soziale Ungleichheit
Inhalt:
Die Ergebnisse der PISA-Studien haben dazu beigetragen, die gesellschaftliche
Relevanz bestehender Probleme von benachteiligten Jugendlichen im
deutschen Schulsystem zu verdeutlichen.
Immer noch stellen Geschlecht (bei der Berufsausbildung), die Ethnie,
die regionale und insbesondere die soziale Herkunft entscheidende
Einflussfaktoren dar, wenn es um die Bildungschancen der Heranwachsenden
geht. Die so offensichtlich ungleiche Verteilung von Bildungschancen
trägt – dies belegt eine Durchsicht der einschlägigen
Untersuchungen – in einem erheblichen Umfang zu einer ungleichen
Verteilung von Lebenschancen bei und bestimmt somit den weiteren
Lebensweg.
Ziel des Seminars ist die theoretische und empirische Analyse aktueller
Bildungsbeteiligung von benachteiligten Jugendlichen im internationalen
Vergleich.
Literaturhinweise:
Allmendinger, Jutta; Leibfried, Stephan 2002: Bildungsarmut im Sozialstaat,
in: Burkart, Günter; Wolf, Jürgen (Hg.): Lebenszeiten.
Erkundungen zur Soziologie der Generationen, Opladen: Leske + Budrich,
S. 287-315
Baumert, Jürgen u.a. (Hg.) 2002: PISA 2000 – Die Länder
der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich, Opladen: Leske + Budrich
Ders. (Hg.) 2001: PISA 2000 – Basiskompetenzen von Schülerinnen
und Schülern im internationalen Vergleich, Opladen: Leske +
Budrich
Schmidt, Manfred G. 2002: Warum Mittelmaß? Deutschlands Bildungsaufgaben
im
internationalen Vergleich, in: Politische Vierteljahresschrift,
43, S. 3-19
Böttcher, Wolfgang; Klemm, Klaus; Rauschenbach, Thomas (Hg.)
2001: Bildung und Soziales in Zahlen. Statistisches Handbuch zu
Daten und Trends im Bildungsbereich, Weinheim, München: Juventa
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| H. Lofink
Soziale Randgruppen
Übung, 2 SWS, Do 10:30 - 12:00, P 10
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Studierende des Studienschwerpunktes bzw. Wahlpflichtfaches EUROMIR
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse I
Diplom: Spezielle Soziologie: Soziale Ungleichheit
Inhalt:
Randgruppen sind auf besondere Art und Weise benachteiligte innergesellschaftliche
Personenkategorien, denen gegenüber die große Mehrheit
der Bevölkerung spezifische Stereotype bereithält. In
der Übung werden die Lebensbedingungen für Angehörige
von Randgruppen auch unter der Perspektive sozialpolitischer Maßnahmen
behandelt.
Literaturhinweise:
Bango, Jenö 1994: Soziologie für soziale Berufe, Stuttgart:
Enke
Hradil, Stefan 2001: Soziale Ungleichheit in Deutschland, Opladen:
Leske + Budrich
Sidler, Nikolaus 1989: Am Rande leben, abweichen, arm sein, Freiburg:
Lambertus
Weitere Literatur wird in der Eröffnungssitzung vorgestellt. |
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D. Lück
Statistische Datenanalyse mit SPSS
Übung, 2 SWS, Do 14:00 - 16:00, ZDV (Kursraum 2)
Zielgruppe:
TeilnehmerInnen des Empirischen Projektes Schneider / Stengel
Stellung im Studiengang:
Magister: begleitende Lehrveranstaltung zum Empirischen Projekt
Diplom: begleitende Lehrveranstaltung zum Empirischen Projekt
Inhalt:
Die Veranstaltung erklärt den allgemeinen Umgang mit dem Statistik-Programmpaket
SPSS für Windows. Und sie erläutert die für die Soziologie
wichtigsten statistischen Verfahren bzw. deren Programmierung in
SPSS (die meisten bivariaten sowie einzelne multivariate Verfahren).
Die TeilnehmerInnen werden in die Lage versetzt, selbständig
Daten am PC auszuwerten und ihre Ergebnisse zu interpretieren. Der
Umgang mit den Verfahren wird an praxisnahen Beispielen aus der
Sozialforschung veranschaulicht.
Zu der Veranstaltung wird ein begleitendes Tutorium, jeweils Donnerstag
von 16:00 - 18:00 Uhr im ZDV (Kursraum 2) angeboten.
Literaturhinweise:
Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.
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| W.-U. Prigge
Einführung in die Soziologie der Arbeitsbeziehungen
Übung, 2 SWS, Do 14:00 - 16:00, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse I
Diplom: Spezielle Soziologie: Arbeitsbeziehungen
Inhalt:
Gegenstand sind die Arbeitsbeziehungen (Beziehungen zwischen Arbeitgebern
und Arbeitnehmern) in der Bundesrepublik Deutschland. Die Grundbegriffe
und die grundlegenden Konzeptionen, mit denen die individuellen
und korporativen Akteure der Arbeitsbeziehungen untersucht werden
können, sollen in der Übung erarbeitet werden. Es soll
weiterhin deutlich werden, wie wichtige Themenstellungen der neueren
Entwicklung der Arbeitsbeziehungen in der Bundesrepublik Deutschland
in einer soziologischen Analyse behandelt werden. Solche Themenstellungen
sind: Mitgliederentwicklung der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände,
Dezentralisierung der Tarifbeziehungen, Mitbestimmung und mitbestimmungsfreie
Zonen, staatliche Regulierung der Arbeitsbeziehungen.
Literaturhinweise:
Müller-Jentsch, Walther 1997: Soziologie der Industriellen
Beziehungen: Eine Einführung, Frankfurt, New York: Campus (hieraus:
Kap. I – III)
Müller-Jentsch, Walther 2003: Organisationssoziologie. Eine
Einführung, Frankfurt am Main: Campus (hieraus: Kap. 2 Arbeitsorganisation
und Kap. 5. Interessenorganisation)
Niedenhoff, Horst-Udo 2005: Mitbestimmung in der Bundesrepublik
Deutschland, Köln: Deutscher Instituts-Verlag
Schroeder, Wolfgang; Weßels, Bernhard (Hg.) 2003: Die Gewerkschaften
in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Ein
Handbuch, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag
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| K. Ruckdeschel
Lebensformen und Lebensführung in Europa
Übung, 2 SWS, Di 17:45 - 19:15, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse I
Diplom: Spezielle Soziologie: Familie
Inhalt:
Gesellschaftliche Modernisierungsprozesse haben europaweit zu ähnlichen
familialen Veränderungen geführt, allerdings mit unterschiedlichen
Startpunkten und mit unterschiedlichem Tempo in den einzelnen Ländern.
Ziel des Seminars wird es sein, diese Entwicklungen zunächst
darzustellen und anschließend die Hintergründe von Unterschieden
und Gemeinsamkeiten zu analysieren. Im Rahmen des Seminars wird
auch die Möglichkeit zu eigenen empirischen Analysen angeboten.
Literaturhinweise:
Council of Europe 2005 (Hg.): The new demographic regime. Population
challenges and policy responses, New York: UN
Kaufmann, Franz Xaver u.a. 2002 (Hg.): Family life and family policies
in Europe, Oxford: Oxford University Press
Moors, Hein; Palomba, Rossella 1995 (Hg.): Population, Family, and
welfare. A comparative survey of European attitudes, Oxford: Clarendon
Schneider, Norbert F.; Rosenkranz, Doris; Limmer, Ruth 1998: Nichtkonventionelle
Lebensformen. Opladen: Leske + Budrich
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| J. Schiener
Arbeitsmarkttheorien
Übung, 2 SWS, Do 12:00 - 14:00, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse I
Diplom: Spezielle Soziologie: Organisation von Arbeit und Betrieb
Inhalt:
Die aktuelle Arbeitsmarktdiskussion wird dominiert von dem Problem
der Arbeitslosigkeit. Um dieses Problem angemessen einordnen und
diskutieren zu können, dürfte ein breiteres Verständnis
des Geschehens auf dem Arbeitsmarkt hilfreich sein. Dieses Verständnis
soll im Rahmen der Übung vermittelt werden, indem die Grundgedanken
klassischer und neuerer soziologischer und ökonomischer Theorien
des Arbeitsmarktes aufgearbeitet werden. Beispiele für solche
Theorien sind die Humankapitaltheorie, Effizienzlohnmodelle, Job-Search-Ansätze,
Arbeitsmarktsegmentationstheorien oder die Theorie kompensierender
Lohndifferentiale.
Literaturhinweise:
Abraham, Martin; Hinz, Thomas (Hg.) 2005: Arbeitsmarktsoziologie.
Probleme, Theorien und empirische Befunde, Wiesbaden: VS Verlag
Baur, Nina 2001: Soziologische und ökonomische Theorien der
Erwerbsarbeit. Eine Einführung, Frankfurt a.M., New York: Campus
Borjas, George J. 2005: Labor Economics, New York: McGraw-Hill
Brinkmann, Gerhard 1999: Einführung in die Arbeitsökonomik,
München, Wien: Oldenbourg
Ehrenberg, Ronald G.; Smith, Robert S. 2006: Modern Labor Economics.
Theory and Public Policy, Boston u.a.: Pearson Addison-Wesley
Franz, Wolfgang 2006: Arbeitsmarktökonomik, Berlin u.a.: Springer
Milgrom, Paul; Roberts, John 1992: Economics, Organization and Management,
Englewood Cliffs: Prentice-Hall
Sesselmeier, Werner; Blauermel, Gregor 1997: Arbeitsmarkttheorien.
Ein Überblick, Heidelberg: Physica
Wagner, Thomas; Jahn, Elke J. 2004: Neue Arbeitsmarkttheorien, Stuttgart:
Lucius & Lucius.
Zerche, Jürgen; Schönig, Werner; Klingenberger, David
2000: Arbeitsmarktpolitik und -theorie. Lehrbuch zu empirischen,
institutionellen und theoretischen Grundfragen der Arbeitsökonomik,
München: Oldenbourg.
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| J. Schiener
Statistik I
Übung, 2 SWS, Fr 10:00 - 12:00, P 5
Zielgruppe:
Studierende im Hauptfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Übung Statistik
Diplom: Übung Statistik
Inhalt:
In den Übungen Statistik I und II werden die Grundlagen der
sozialwissenschaftlichen Statistik vermittelt. Ihre Kenntnis ist
zum erfolgreichen Studium der Soziologie unabdingbar. Der erforderliche
Leistungsnachweis wird durch die erfolgreiche Teilnahme an der Klausur
im Anschluss an die Übung Statistik II im nächsten Semester
erworben.
In der Veranstaltung wird von der bisher üblichen, blockweisen
Aufteilung des Stoffes in beschreibende (Statistik I) und schließende
Statistik (Statistik II) abgewichen. Das Vorgehen orientiert sich
stattdessen an dem Lehrbuch von Kühnel und Krebs (2004).
Literaturhinweise:
Benninghaus, Hans 2005: Deskriptive Statistik. Eine Einführung
für Sozialwissenschaftler, Wiesbaden: VS Verlag
Bortz, Jürgen 2005: Statistik für Human- und Sozialwissenschaftler,
Heidelberg: Springer
Fahrmeir, Ludwig u.a. 2004: Statistik. Der Weg zur Datenanalyse,
Berlin u.a.: Springer
Kühnel, Steffen-M.; Krebs, Dagmar 2004: Statistik für
die Sozialwissenschaften. Grundlagen, Methoden, Anwendungen, Reinbek
bei Hamburg: Rowohlt
Sachs, Lothar 2004: Angewandte Statistik. Anwendung statistischer
Methoden, Berlin u.a.: Springer
Sahner, Heinz 2005: Schließende Statistik. Eine Einführung
für Sozialwissenschaftler, Wiesbaden: VS Verlag
Schlittgen, Rainer 2003: Einführung in die Statistik. Analyse
und Modellierung von Daten, München, Wien: Oldenbourg
Tiede, Manfred; Voß, Werner 2000: Schließen mit Statistik
- Verstehen, München, Wien: Oldenbourg
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| L. Schindler
Ethnografie
Übung, 2 SWS, Mo 16:30 - 18:30, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Empirie
Diplom: Empirie
Inhalt:
Die soziologische Ethnografie versucht, den Blick für das Unbekannte
in der eigenen Kultur zu schärfen. Dabei können alltägliche
Praxen in den Fokus geraten („the art of walking“ bspw.)
oder auch Teilkulturen (Punks, Teilchenphysiker, Krankenpfleger).
Im Zentrum der Erhebung steht in der Regel eine teilnehmende Beobachtung;
zudem werden Gespräche aufgezeichnet, Dokumente erhoben, Artefakte
gesichtet, Informanten interviewt.
Im Anschluss an die Vorlesung „Qualitative Sozialforschung“
im Sommersemester 2006 bietet die Übung „Ethnografie“
die Gelegenheit, sich in Form eines empirischen „Miniprojektes“
der qualitativen Sozialforschung zu nähern. Wir nähern
uns durch einführende ethnografische Lektüre den Grundlagen
dieses Ansatzes. Daran anschließend entwickeln wir ein Forschungsprojekt,
erheben und analysieren Daten und versuchen letztendlich die Rückkoppelung
an eine soziologische Debatte.
Literaturhinweise:
Amann, Klaus; Hirschauer, Stefan (Hg.), 1997: Die Befremdung der
eigenen Kultur, Frankfurt a.M.: Suhrkamp
Coffey, Amanda; Atkinson, Paul 1996: Making sense of qualitative
data: Complimentary research strategies, Thousand Oaks, London,
New Delhi, Sage
Emerson, Robert; Fretz, Rachel; Shaw, Linda 1995: Writing Ethnographic
Fieldnotes, Chicago, London: The University of Chicago Press
Kalthoff, Herbert 2003: Beobachtende Differenz. Instrumente der
ethnografisch-soziologischen Forschung, in: Zeitschrift für
Soziologie, 32, S. 70-90
Ryave, A. Lincoln; Schenkein, James 1974: Notes on the art of walking,
in: Turner, Roy (Hg.): Ethnomethodology, Harmondsworth: Penguin,
S. 265-274.
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| M. Stegmann
Familie und Generationenbeziehungen
Übung, 2 SWS, Di 14:00 - 16:00, Hs V (ReWi)
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse I
Diplom: Spezielle Soziologie: Familie
Inhalt:
Demographischer Wandel und der Wandel von Familie und privater Lebensführung
sind Gründe dafür, dass der „Generationenfrage“
in Öffentlichkeit, Politik und Wissenschaft in den vergangenen
Jahren zunehmende Bedeutung beigemessen wird. Noch nie in der Geschichte
hatten so viele Großeltern die Chance ihre Enkelkinder zu
erleben – noch nie kamen so viele Großeltern auf so
wenige Enkelkinder. Die Zahl derer, die zeitlebens kinderlos bleiben,
steigt und durch Scheidung und verschiedenste Formen von Fortsetzungsfamilien
entstehen zunehmend komplizierte Verwandtschaftsverhältnisse.
Ausgehend von der Annahme, dass Generationenbeziehungen prinzipiell
durch Ambivalenzen gekennzeichnet sind, wird nach dem Verhältnis
von Harmonie und Konflikt, Nähe und Distanz, Abhängigkeit
und Autonomie, Verpflichtung und Eigeninteresse, von Geben und Nehmen
zu fragen sein.
Ziel der Veranstaltung ist es, auf der Basis von empirischen Analysen
und theoretischen Konzeptionen, zu beleuchten, welche Konsequenzen
sich aus den veränderten Bedingungen sowohl auf individueller
als auch auf gesellschaftlicher Ebene ergeben. Wie gehen Angehörige
verschiedener Generationen miteinander um? Wer fühlt sich wem
verpflichtet? Wer ist wem was schuldig? Inwiefern gestalten staatliche
und gesellschaftliche Institutionen die Generationenbeziehungen?
Welches sind die Aufgaben gegenwärtiger und künftiger
„Generationenpolitik“?
Literaturhinweise:
Lüscher, Kurt; Liegle, Ludwig 2003: Generationenbeziehungen
in Familie und Gesellschaft, Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft
Mannheim, Karl 1970 [1928]: Das Problem der Generationen, in: ders.:
Wissenssoziologie, Neuwied: Luchterhand, S. 509-565
Singly, Francois de 1995: Die Familie der Moderne. Eine soziologische
Einführung, Konstanz: UVK Universitätsverlag
Szydlik, Marc 2000: Lebenslange Solidarität? Generationenbeziehungen
zwischen erwachsenen Kindern und Eltern, Opladen: Leske + Budrich
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| U. Thiedeke
Soziologie der Gruppe
Übung, 2 SWS, Do 12:00 - 13:30, P 108
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Grundzüge
Diplom: Grundzüge
Inhalt:
Gruppen sind von grundlegender Bedeutung, was die Aneignung von
sozialen Normen, Rollen sowie Erfahrungen mit sozialen Beziehungen
anbelangt. Aufgrund der hohen Diffusität und Personalisierung
der Mitgliederbeziehungen, sind Gruppen zugleich ein überaus
interessanter soziologischer Untersuchungsgegenstand.
Im Verlauf der Übung sollen "die Gruppe" soziologisch
definiert und besondere Probleme von Gruppenprozessen herausgearbeitet
werden.
Literaturhinweise:
Neidhardt, Friedhelm 1983: Gruppensoziologie, Sonderband Nr. 25
der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie,
Opladen: Westdeutscher Verlag
Schäfers, Bernhard 1980: Einführung in die Gruppensoziologie.
Heidelberg: UTB
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D. Vorgrimler
Statistik I
Übung, 2 SWS, Di 18:00 - 20:00, Hs 10
Zielgruppe:
Studierende im Hauptfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Übung Statistik
Diplom: Übung Statistik
Inhalt:
Die Veranstaltung vermittelt Grundkenntnisse der beschreibenden
Statistik. Die beschreibende oder auch deskriptive Statistik stellt
ein umfangreiches Instrumentarium zu Informationsgewinnung und -verdichtung
zur Verfügung. Hierzu zählen u.a. Verfahren der Datenerhebung,
die Ermittlung von Maßzahlen sowie die Quantifizierung von
ein- wie multidimensionalen Zusammenhängen. Die Kenntnis der
Methoden und Konzepten der beschreibenden Statistik sind Voraussetzung
für die darauf aufbauende schließende Statistik die Inhalt
der Veranstaltung Statistik II ist.
Grundlegend für die Veranstaltung ist das Buch von Benninghaus
„Deskriptive Statistik - Eine Einführung für Sozialwissenschaftler“.
Literaturhinweise:
Backhaus, Klaus u.a. 1996: Multivariate Analysemethoden, Berlin:
Springer
Benninghaus, Hans 2005: Deskriptive Statistik – Eine Einführung
für Sozialwissenschaftler, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag
Henze, Arno 1994: Marktforschung - Grundlagen für Marketing
und Marktpolitik, Stuttgart: Ulmer Verlag
Krämer, Walter 2002: So lügt man mit Statistik, München:
Piper
Sauerbier, Thomas; Voß, Werner 2002: Kleine Formelsammlung
Statistik, Leipzig: Fachbuchverlag
Schaich, Eberhard u.a. 1990: Statistik II, WiSo-Kurzlehrbücher,
München: Vahlen
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D. Vorgrimler
Statistik II
Übung, 2 SWS, Di 16:00 - 18:00, N 2
Zielgruppe:
Studierende im Hauptfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Übung Statistik
Diplom: Übung Statistik
Inhalt:
Die Veranstaltung vermittelt aufbauend auf den Inhalten von Statistik
I Grundkenntnisse der schließenden Statistik. Die schließende
Statistik bedeutet so viel wie Schlussfolgerungen aus vorhandenen
Daten „schließen“. Allerdings gelten die betreffenden
Folgerungen nicht mit Sicherheit, sondern nur „mit großer
Wahrscheinlichkeit“ und unter bestimmten Annahmen. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung
bildet deshalb die Grundlage der schließenden Statistik und
ist entsprechend Gegenstand der Veranstaltung. Darüber hinaus
werden verschiedene diskrete und stetige Verteilungen behandelt
und Methoden zur Schätzung von Parametern und Hypothesentests
vorgestellt.
Grundlage für die schließende Statistik sind die Lehrbücher
von Bosch und von Mosler / Schmid.
Literaturhinweise:
Bosch, Karl 2003: Statistik für Nichtstatistiker: Zufall und
Wahrscheinlichkeit, München: Oldenbourg
Henze, Arno 1994: Marktforschung - Grundlagen für Marketing
und Marktpolitik, Stuttgart: Ulmer Verlag
Mosler, Karl; Schmid, Friedrich 2004: Wahrscheinlichkeitsrechnung
und schließende Statistik, Berlin: Springer
Schaich, Eberhard u.a. 1993: Statistik I, WiSo-Kurzlehrbücher,
München: Vahlen
Schaich, Eberhard u.a. 1990: Statistik II, WiSo-Kurzlehrbücher,
München: Vahlen
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B. Heimerl
Soziologie der Geschlechterdifferenz
Übung, 2 SWS, Mo 8:00 - 10.00, SB II 04-432
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse I
Diplom: Spezielle Soziologie: Geschlechter
Inhalt:
Die Übung bietet eine Einführung in die Soziologie der
Geschlechterdifferenz. Anders als die Frauen- oder Männerforschung,
die die alltagsweltliche Unterscheidung zweier Geschlechter für
ihre Forschungsfragen einsetzt, macht die Soziologie der Geschlechterdifferenz
diese Unterscheidung selbst zum Thema: Auf welche Weise, in welchen
Situationen und unter welchen institutionellen Randbedingungen machen
wir eigentlich einen Geschlechtsunterschied im Personal der Gesellschaft?
Die Übung wird diese Fragen anhand ausgewählter Texte
und Praxisfelder (wie Schule, Klinik, Arbeitsorganisationen u.a.)
verfolgen. Sie dient der Vertiefung von Themen der Vorlesung 'Einführung
in die Gender Studies' für Hauptfachstudierende der Soziologie.
Die Übungsteilnahme erfordert eine Anmeldung auf der Internetseite
des Arbeitsbereiches Hirschauer, die bei großer Nachfrage
an einem Losverfahren teilnimmt. Anmeldefrist ist vom 01.09. bis
30.09.2006. Die durch Los ermittelten Teilnehmer (und nur diese)
werden bis 10.10. per E-Mail verständigt.
Literaturhinweise:
Breidenstein, Georg; Kelle, Helga, 1998: Geschlechteralltag in der
Schulklasse. Ethnographische Studien zur Gleichaltrigenkultur, Weinheim:
Juventa
Goffman, Erving 1981: Geschlecht und Werbung, Frankfurt a.M.: Suhrkamp
Heintz, Bettina 2001: Geschlechtersoziologie, Opladen: Westdeutscher
Verlag
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