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| M. Herzer
Die Situation und ihre Individuen - Ausgewählte Schriften von
Erving Goffman
Vorlesung, 1 SWS, Fr 14:00 - 15:00, P 5
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Interessierte anderer Studienfächer
Stellung im Studiengang:
Magister: Vorlesung
Diplom: Vorlesung
Inhalt:
Die Vorlesung führt in die Gedankenwelt des in Kanada geborenen
Soziologen Erving Goffman ein. Erving Goffman, der sicher einer
der weltweit meistgelesenen Soziologen ist, hatte trotz seiner Popularität
lange Zeit einen sehr schweren Stand innerhalb der Profession. Dies
liegt vor allem an seiner unorthodoxen Art zu schreiben. Seine Art,
sich Themen und theoretischen Fragstellungen zu nähern, provoziert,
verwirrt und verstört viele Leser; andere unterschätzen
den theoretischen Gehalt der Aussagen.
Die Vorlesung beginnt mit Goffmans Rede „The interaction order“,
die er am Ende seines Schaffens halten wollte und aus gesundheitlichen
Gründen nicht halten konnte. In diesem programmatischen Text
sind zentralen Fragestellungen enthalten, die im Laufe der Vorlesung
mit der Lektüre anderer Werke konkretisiert werden. Behandelt
wird in jedem Fall: „Das Arrangement der Geschlechter“,
„Interaktion: Spaß am Spiel. Rollendistanz“, „Stigma.
Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität“,
„Rahmen-Analyse. Ein Versuch über die Organisation von
Alltagserfahrung“, „Wir alle spielen Theater“
Literaturhinweise:
Hettlage, Robert; Lenz, Karl (Hg.) 1991: Erving Goffman –
ein soziologischer Klassiker der zweiten Generation. Bern u.a.:
Haupt
Kieserling, André 1999: Kommunikation unter Anwesenden. Studien
über Interaktionssysteme, Frankfurt a.M.: Suhrkamp
Willems, Herbert 1997: Rahmen und Habitus. Zum theoretischen und
methodischen Ansatz Erving Goffmans: Vergleiche, Anschlüsse
und Anwendungen, Frankfurt a.M.: Suhrkamp
Ausführliche Literaturliste zum Beginn der Veranstaltung
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K. Hinner
Methoden der empirischen Sozialforschung (Teil I)
Vorlesung, 2 SWS, Do 12:00 - 14:00, P 1
Zielgruppe:
Studierende im Hauptfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Pflichtveranstaltung
Diplom: Pflichtveranstaltung
Inhalt:
Ziel der auf zwei Semester hin angelegten Veranstaltung ist die
Vermittlung eines Ein- und Überblicks über die grundlegenden
Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung. Die Studierenden
sollen mit den Anliegen, den wissenschaftstheoretischen Grundlagen,
der historischen Entwicklung und insbesondere mit dem aktuellen
Standardrepertoire der quantitativ orientierten Sozialforschung
vertraut gemacht werden. Themen in Teil I der Veranstaltung sind
u.a. die Ziele der Sozialforschung, Möglichkeiten von Forschungsdesigns,
Probleme der Messung und Operationalisierung sowie Auswahl- und
Stichprobenverfahren. In Teil II im nächsten Semester wird
es dann um die wichtigsten Verfahren der Datenerhebung gehen (Befragung,
Beobachtung, Inhaltsanalyse) und um elementare Techniken der angewandten
statistischen Datenanalyse.
Literaturhinweise:
Diekmann, Andreas: Empirische Sozialforschung, neueste Auflage,
Reinbek: Rowohlt
Schnell, Rainer; Hill, Paul B.; Esser, Elke: Methoden der empirischen
Sozialforschung, neueste Auflage, München: Oldenbourg
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S. Hirschauer
Einführung in die Gender Studies
Vorlesung, 2 SWS, Mo 12:00 - 14:00, P 5
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Soziologische Analyse I
Diplom: Spezielle Soziologie: Geschlechter
Inhalt:
Die Vorlesung bietet eine Einführung in die Gender Studies
das ist die disziplinenübergreifende Forschung zur Geschlechterdifferenzierung.
Sie richtet sich an Studierende der Soziologie und anderer kulturwissenschaftlicher
Fächer. Sie gibt eine Orientierung über die Soziologie,
Ethnologie, Linguistik und Geschichte der Geschlechterdifferenz
und dient der Vermittlung eines kulturwissenschaftlichen Blicks
auf die Praxis der Geschlechterunterscheidung. Die Vorlesung wird
dabei wiederkehrende Strukturmomente der Geschlechterdifferenzierung
in sozialen Beziehungen, Kommunikationsprozessen und Wissenssystemen
beleuchten.
Literaturhinweise:
Bußmann, Hadumod; Hof, Renate (Hg.) 2005: GENUS. Geschlechterforschung
/Gender Studies in den Kultur- und Sozialwissenschaften. Ein Handbuch.
Stuttgart: Kröner
Roscoe, Will 1998: Changing Ones. Third and Fourth Genders in Native
North America, New York : St. Martin's Press
Foucault, Michel 1998: Über Hermaphroditismus. Der Fall Barbin,
Frankfurt a.M.: Suhrkamp
Frevert, Ute 1995: Mann und Weib und Weib und Mann. Geschlechterdifferenz
in der Moderne. München: C.H. Beck
Laqueur, Thomas 1992: Auf den Leib geschrieben. Zur Inszenierung
der Geschlechter von der Antike bis Freud. Frankfurt: Campus
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| S. Hirschauer
Einführung in die Soziologie
Vorlesung, 2 SWS, Di 12:00 - 14:00, RW 1
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Grundzüge der Soziologie
Diplom: Grundzüge der Soziologie
Inhalt:
Über soziale Phänomene weiß eigentlich jede(r) schon
eine ganze Menge. Was hat eine Wissenschaft vom Sozialen dem hinzuzufügen?
Es sind weniger Entdeckungen neuer Gesellschaftsplaneten und seltsamer
sozialer Atome, es sind eher neue Sichtweisen auf Phänomene,
die uns zu vertraut sind als dass wir sie noch wahrnehmen würden.
Die Vorlesung bietet eine Einführung in den soziologischen
Blick: in Begriffe, Fragen und Denkstile, mit denen man das Alltagswissen
von der Gesellschaft zu einem professionellen Wissen macht.
Die Vorlesung wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Hauptfachstudierende der Soziologie (Diplom oder Magister) müssen
zusätzlich drei weitere Veranstaltungen zur Vertiefung der
Vorlesung besuchen:
die Übung (Grundkurs) „Grundbegriffe und Theorien der
Soziologie“
die Übung (Grundkurs) „Geschichte der Soziologie“
ein Tutorium zu den „Techniken wissenschaftlichen Arbeitens“.
Übungen und Tutorien beginnen erst in der 2. Woche des Semesters.
Der Besuch der Vorlesung erfordert eine Anmeldung auf der Internetseite
des Arbeitsbereiches Hirschauer. Anmeldefrist ist vom 09.10. bis
20.10.2006.
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| S. Hradil
Die Sozialstruktur Deutschlands
Vorlesung, 2 SWS, Do 12:00 - 14:00, Hs 19
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Interessierte anderer Studienfächer
Stellung im Studiengang:
Magister: Pflichtveranstaltung
Diplom: Pflichtveranstaltung
Inhalt:
0. Einleitung
1. Bezugsrahmen
1.1 Der Begriff Sozialstruktur
1.2 Die Modernisierungstheorie und das Modell der sozialstrukturellen
Entwicklung moderner Gesellschaften
2. Empirische Befunde
2.1 Bevölkerung
2.2 Familien und Haushalte
2.3 Bildung
2.4 Erwerbstätigkeit
2.5 Soziale Ungleichheiten
2.6 Soziale Sicherung
2.7 Massenkultur, Lebensweisen
3. Fazit
Literaturhinweise:
Bundeszentrale für politische Bildung, in Zusammenarbeit mit
WZB und ZUMA 2004: Datenreport 2004, Bonn: Bundeszentrale
Geißler, Rainer 2002: Die Sozialstruktur Deutschlands. Die
gesellschaftliche Entwicklung vor und nach der Vereinigung, Opladen:
Westdeutscher Verlag
Hradil, Stefan 2006: Die Sozialstruktur Deutschlands im internationalen
Vergleich, Wiesbaden: VS Verlag
Hradil, Stefan; Immerfall, Stefan (Hg.) 1997: Die westeuropäischen
Gesellschaften im Vergleich, Opladen: Leske + Budrich
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N. F. Schneider / S. Hradil / U. Thiedeke
Gesellschaftliche Entwicklung, Sozialisation und Bildung
Vorlesung, 2 SWS, Di 15:00 - 17:00, S 1
Zielgruppe:
Studierende für das höhere Lehramt (gehört zu Modul
VA 1.2.2 der StO Bildungswissenschaft)
Inhalt:
Anhand ausgewählter Theorien und empirischer Befunde werden
in dieser Ringvorlesung aus familiensoziologischer, sozialstruktureller
und bildungssoziologischer Perspektive geschichtliche und zeitgenössische
Bedingungen des Aufwachsens analysiert und im Hinblick auf die Lehrer-Schüler-Beziehung
reflektiert.
Literaturhinweise:
Dreeben, Robert 1982: Was wir in der Schule lernen, Frankfurt a.M.:
Suhrkamp
Hradil, Stefan 2004: Die Sozialstruktur Deutschlands im internationalen
Vergleich, Wiesbaden: VS Verlag
Peuckert, Rüdiger 2005: Familienformen im sozialen Wandel,
Opladen: Leske + Budrich
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U. Thiedeke
Soziales Handeln
Vorlesung, 2 SWS, Do 14:00 - 15:30, P 205
Zielgruppe:
Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie
Stellung im Studiengang:
Magister: Vorlesung
Diplom: Vorlesung
Inhalt:
Seit Max Weber im ersten Kapitel von „Wirtschaft und Gesellschaft“
Soziologie als Wissenschaft, die „soziales Handeln deutend
versteht“, beschrieben hat, gehört die handlungstheoretische
Perspektive zum Grundbestand der soziologischen Beobachtung und
Beschreibung sozialer Wirklichkeit.
Die Vorlesung, geplant als erster Teil einer dreiteiligen Reihe
mit den Themen: „soziales Handeln“, soziale Interaktion“
und „soziale Kommunikation“, will, ausgehend von Webers
Begriff des intensionalen sozialen Handelns, wichtige Perspektiven
und Entwicklungen, beispielhafte Forschungsergebnisse und Probleme
des handlungstheoretischen Ansatzes vorstellen.
Literaturhinweise:
Miebach, Bernhard 2006: Soziologische Handlungstheorie. Eine Einführung,
Wiesbaden: VS Verlag
Schluchter, Wolfgang 2005: Handlung, Ordnung und Kultur. Studien
zu einem Forschungsprogramm im Anschluss an Max Weber, Tübingen:
Mohr Siebeck
Weber, Max (alle Ausgaben): Wirtschaft und Gesellschaft. Kap. I,
Tübingen: Mohr Siebeck
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