Berufspraktikum

Formale Voraussetzungen

  • Praktikumsdauer: mind. 240 Stunden
  • Vor- und Nachbereitende Sprechstunden
  • Erstellen eines Praxisberichts (10-15 Seiten) (inkl. Eigenständigkeitserklärung und Praktikumsbestätigung (vom Arbeitgeber auszufüllen))
  • Keine Anwesenheitspflicht in den Lehrveranstaltungen

 

Zusätzliche Informationen

Mit der Festlegung auf ein Berufspraktikum müssen Sie sich nicht regulär über Jogustine zu Modul und enthaltenen Veranstaltungen anmelden. Die Anmeldung zur Veranstaltung und zur Prüfung erfolgt über das Studienbüro. Mit Aushändigung der Bescheinigung über ein Pflichtpraktikum verpflichten sich die Studierenden das Praxismodul als externes Berufspraktikum zu absolvieren (Sie haben nach wie vor die Möglichkeit freiwillig an dem Forschungspraktikum teilzunehmen. Wir empfehlen dies vorbehaltlos!).

Eine Bestätigung über den verpflichtenden Charakter eines Berufspraktikums erhalten Sie auf Nachfrage unter studienbuero.sozioloige@uni-mainz.de.

Bitte machen Sie hierzu folgenden Angaben:

  • Name und Anschrift des Praktikumsgebers
  • Wenn vorhanden einen Ansprechpartner

Sie erhalten dann eine personalisierte Bestätigung über den verpflichtenden Charakter Ihres Berufspraktikums mit einer entsprechenden Empfehlung.

 

Inhaltliche Ausrichtung

Die inhaltliche Ausrichtung des Berufspraktikums kann und soll – je nach eigenen Interessen und Perspektiven – selbst gewählt werden. Das Studienbüro bzw. die Studienfachberatung kann ihnen zwar keine Praktika vermitteln (dass Sie Ihr Praktikum selbst organisieren, ist eine der wesentlichen Anforderungen der persönlichen Profilbildung dieses Moduls), Sie dürfen jedoch gerne die Sprechstunden nutzen, um offene Fragen zu inhaltlichen Passung, dem zeitlichem Ablauf und anderen Dingen mehr zu klären.

Wenn Sie also mit dem Gedanken spielen, ein externes Berufspraktikum während Ihres Studiums zu absolvieren (wir empfehlen dies vorbehaltslos), nehmen Sie bitte Kontakt zum Studienbüro (studienbuero.soziologie@uni-mainz.de) auf. So können frühzeitig individuelle Möglichkeiten ausgelotet werden, wie Ihr (geplantes) Praktikum sinnvoll mit den Anforderungen des Praxismoduls in Verbindung gebracht werden kann.

Die inhaltlichen Anforderungen an den Praxisbericht im Rahmen eines Berufspraktikums richten sich individuell nach dem jeweiligen Tätigkeitsbereich. Die übergeordnete Anforderung an den Praxis­bericht stellt eine wissenschaftliche Reflexion der eigenen soziologischen Kompetenzen und Fähigkeiten im Hinblick auf die Tätigkeitsbereiche und Aufgaben des entsprechenden Berufsfeldes bzw. der Praktikumstätigkeit dar. Dabei soll, ausgehend von dem (erfolgreichen) Bewerbungsschreiben und den darin aufgeführten Kompetenzen, Fähigkeiten, Zielen und Erwartungen, eine rückblickende Einschätzung derselben nach Beendigung des Praktikums vollzogen werden. Hierbei werden folgende Aspekte hervorgehoben:

  • Eine kritische Reflexion der eigenen Erwartungen an die Tätigkeit und des tatsächlich erlebten Praktikumsalltags („Ist der Job, so wie ich mir das vorgestellt habe?“).
  • Eine kritische Reflexion der eigenen soziologischen Kompetenzen und Fähigkeiten in Hinblick auf die Nützlichkeit für die jeweilige Tätigkeit bzw. das Berufsfeld („Welche spezifischen soziologischen Kompetenzen/Fähigkeiten bringe ich mit /sollte ich mitbringen, um mich von evtl. Mitbewerbern erfolgreich abzugrenzen?“). Hier ist Theorie-Praxis-Transfer gefordert; Sie sollen wissenschaftliches Wissen und Kenntnisse in der Anwendung in der Berufspraxis reflektieren.
  • Eine daraus resultierende Reflexion über die weitere Ausrichtung des Studiums in Hinblick auf die gemachten Erfahrungen während des Praktikums. Hier soll vor allem reflektiert werden, welche weiteren Veranstaltungen für das gewünschte Berufsziel von Nutzen sein können.

Mit dem ersten Punkt wird das Ziel verfolgt, die Erwartungshaltung und Einschätzung zu Inhalten, Tätigkeiten aber auch der Passung der eigenen (soziologische) Fähigkeiten und Kompetenzen einem „Vorher-Nachher-Vergleich“ zu unterziehen.

Der zweite Punkt verfolgt stärker die Idee, aufbauend auf die rückblickende Einschätzung der Erwartungen an die Praktikumstätigkeit, sich der eigenen soziologischen Kompetenzen bewusst(er) zu werden und diese in Hinblick auf eine spätere Bewerbung dezidierter benennen und auf konkrete Stellenprofile beziehen zu können. Vor allem der Theorie-Praxis-Transfer stellt den Kernbereich der Anforderung dar. Die Herausforderung dieser Aufgabe besteht mitunter darin, dass der Transfer soziologischen (wissenschaftlichen) Wissens in die Berufspraxis kein leichtes Unterfangen darstellt.

Damit verbunden ist der dritte Punkt, der die Förderung des soziologischen Denkens und einer zielgerichteten Fokussierung der Studieninhalte und/oder Abschlussarbeit auf mögliche/gewünschte Berufsfelder bzw. Tätigkeiten im Blick hat.

Die eigentliche Praktikumstätigkeit wird durch vorbereitende Sprechstunden und einem nachbereitenden Feedback gerahmt. In den vorbereitenden Sprechstunden werden, ausgehend von den Inhalten des Bewerbungsschreibens, die konkreten Anforderungen und die individuelle Ausrichtung des zu erstellenden Praxisberichts besprochen. Im nachbereitenden Feedback werden Rück­meldungen zur Bewertung/Einschätzung des Praxisberichts gegeben.

Das Berufspraktikum adressiert vor allem die Studierenden, die planen nach dem Bachelor-Abschluss auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Demzufolge ist ein Hauptanliegen der Reflexion des Berufspraktikums eine Stärkung und Verbesserung der Wahrnehmung der eigenen (soziologischen) Kompetenzen und Fähigkeiten und wie diese auf dem Arbeitsmarkt „gewinnbringend“ eingebracht werden können. Durch die Verbindung von Praktika und einer soziologischen Reflexion sollen die Studierenden/Absolventen besser auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes im Sinne der „Employability“ vorbereitet werden.

Dabei soll die eigentliche Praktikumserfahrung die naturwüchsig fehlende Berufserfahrung von Berufseinsteigern „kompensieren“ und zugleich eine Auseinandersetzung mit dem Mehrwert soziologischen Denkens und Arbeitens in den spezifischen Berufsfeldern in den Fokus der Aufmerksamkeit der Studierenden rücken.