Aktuelles

 

 

Ergebnisse der Crowdsourced Replication Initiative veröffentlicht

 

Welche bewussten und unbewussten Entscheidungen bei der Datenanalyse beeinflussen die Ergebnisse und die Replizierbarkeit sozialwissenschaftlicher Studien? Dieser Frage haben sich insgesamt 73 Teams, bestehend aus 161 Wissenschaftler*innen weltweit auf Initiative von Nate Breznau (Universität Bremen), Eike Mark Rinke (University of Leeds) und Alexander Wuttke (LMU München) gewidmet. Als beispielhafte Forschungsfrage wurde die Hypothese gewählt, dass Zuwanderung die Unterstützung für Sozialpolitik im Zielland mindere. Ziel war es, zunächst ein entsprechendes, bekanntes Ergebnis aus der quantitativ-empirischen Forschung zu replizieren und anschließend die vorliegende Forschungsfrage mit alternativen Modellspezifikationen zu beantworten. Es zeigt sich, dass die Ergebnisse stark divergieren und von einer Vielzahl kleiner Modellierungsentscheidungen abhängen. Dieser Befund unterstreicht die Wichtigkeit von offenen Daten und Methoden („Open Science“), der Kommunikation von Unsicherheit in der sozialwissenschaftlichen Forschungspraxis sowie die Wichtigkeit von Replikationen insgesamt.

Beteiligt waren zwei Teams mit Mitgliedern der Arbeitsbereiche Sozialstrukturanalyse sowie Soziologie und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung (Gunnar Otte, Katharina Kunißen, Anna Forke, Dave Balzer und Nico Sonntag).

Die Ergebnisse des Projekts sind in der renommierten Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Link

 

 

Forschungskolloquium "Methoden und Sozialstruktur"

 

Auch im Wintersemester 2022/23 veranstalten die Arbeitsbereiche Soziologie quantitative Methoden (Prof. Dr. Natascha Nisic) und Sozialstrukturanalyse (Prof. Dr. Gunnar Otte) das Forschungskolloquium "Methoden und Sozialstruktur". Wir laden alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein!
Die Veranstaltung findet im Präsenzformat statt (Raum 01-511 GFG), eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Regelungen für Lehrveranstaltungen.
Die Termine können Sie dem Programm entnehmen.

 

 

Workshop "Wissenschaftstheoretische Grundlagen der analytisch-empirischen Soziologie"

 

Am 6. und 7. Oktober 2022 fand an der JGU Mainz ein Workshop zu wissenschaftstheoretischen Grundlagen der analytisch-empirischen Soziologie statt, der von Prof. Dr. Gunnar Otte (Arbeitsbereich Sozialstrukturanalyse), Prof. Dr. Natascha Nisic und Nico Sonntag (Arbeitsbereich Soziologie und Methoden der quantitativen Sozialforschung) sowie Prof. Dr. Hartmut Esser (Universität Mannheim) organisiert wurde. In dem diskussionsintensiven Workshop tauschten sich Vertreter:innen der Soziologie und Philosophie zum aktuellen Stand des analytisch-empirischen Forschungsprogramms in den Sozialwissenschaften aus.

Der Workshop wurde von der Akademie für Soziologie finanziell unterstützt.

Programm

 

 

Katharina Kunißen gewinnt Dissertationspreis

 

Für ihre Dissertation "The independent variable problem. Welfare stateness as an explanatory concept" hat Katharina Kunißen den Peter A. Berger-Preis der DGS-Sektion "Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse" für die beste Dissertation der vergangenen beiden Jahrgänge gewonnen (gemeinsam mit Carlotta Giustozzi). In ihrer mit dem Prädikat summa cum laude bewerteten Dissertation befasst sich Katharina Kunißen mit einem seit langem vernachlässigten Problem der ländervergleichenden Sozialstruktur- und Wohlfahrtsforschung, nämlich der Begründung von Strategien, mit denen Wohlfahrtsstaatlichkeit als Erklärungskonzept in statistischen Mehrebenenmodellen je nach Untersuchungsgegenstand adäquat eingesetzt werden kann. Das Buch (Open Access) ist bei Springer VS erschienen.

 

 

me@JGU: Dein Portal für mehr Gelassenheit im Studium

 

Haben Sie den festen Vorsatz Ihren (Studien-) Alltag im kommenden Wintersemester besser zu strukturieren? Haben Sie sich vorgenommen, dieses Semester regelmäßiger zu lernen? Möchten Sie Ihren Selbstwert stärken, wissen aber nicht genau wie Sie das erreichen können?
me@JGU - Dein Portal für mehr Gelassenheit im Studium hilft mit vielen Infos, Tipps und Übungen dabei, psychisch gesund durchs Studium zu kommen, egal ob Ersti oder kurz vor dem Abschluss.
Auch in den Semesterferien bieten wir, zusätzlich zur frei zugänglichen Website, einen Workshop an, in dem Sie Fragen zu ausgewählten Kapiteln stellen können.

Ihr PBS-Team

 

 

Neues Projekt: Kollaborative Technikentwicklung und mediensoziologische Forschung zur Gestaltung von Interfaces

 

„Anwendungsorientierte sozialwissenschaftlich-medienreflexive Integrierte Forschung und Technikfolgenabschätzung“ im Verbundprojekt IN-KNOW: „Entwicklung einer Plattform für die intelligente Bereitstellung von Wissen für den Mittelstand“

BMBF-Förderung „Innovative Arbeitswelten im Mittelstand“

Kollaborative und medienreflexive Technikentwicklung im Kontext mittelständischer Industrie: Ab August 2022 startet am Arbeitsbereich Mediensoziologie und Gesellschaftstheorie ein neu eingeworbenes Drittmittelprojekt im Verbund mit Partnern aus der Praxis. Mit dem Projekt IN-KNOW (Interfacing Knowledge) begleitet der Arbeitsbereich die Entwicklung und Gestaltung einer Assistenzanwendung für Produktionsmitarbeiter in zwei Partnerbetrieben aus dem produzierenden Gewerbe. In der transdisziplinären Zusammenarbeit mit Softwareentwicklung und Design wird der Prozess beforscht und mitgestaltet. Das Projekt wird vom BMBF gefördert und läuft über zwei Jahre.

Projektstart: 01.08.2022

 

© Foto: Sengchoy Int/stock.adobe.com

 

Hinter jeder Abschlussarbeit steht ein/e Student/in, der/die viel Kraft und Mühe hineingesteckt hat, um am Ende des Studiums ein Abschlusszeugnis in der Hand zu halten.

Jedes Ende ist auch ein Anfang: Das Ende des Studiums eröffnet viele neue Wege und Möglichkeiten. Das möchte das Institut der Soziologie gemeinsam mit den Studierenden feiern und lädt in diesem Rahmen jedes Abschlussjahr zu einer Abschlussfeier ein, in der die AbsolventInnen des Jahrgangs zelebriert werden.

Einige Momentaufnahmen wurden bei der diesjährigen Abschlussfeier des Jahrgangs 2021/22 festgehalten. Hier geht es zur Bildergalerie.

 

Wir wünschen den Absolvent/innen des Jahrgangs 2021/22 alles Gute!

 

 

 

Frankfurter Methodenwoche - Anmeldung bis 22. Juli

 

Liebe Studierende,

vom 4. bis 7. Oktober 2022 findet die achte Methodenwoche des Methodenzentrums Sozialwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt statt. Das Angebot umfasst Workshops für Anfänger*innen und Fortgeschrittene sowie Inhalte aus dem Bereich der qualitativen, quantitativen und Mixed Methods-Forschung.

In diesem Jahr findet die Methodenwoche sowohl online als auch in Präsenz statt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, die durch die Finanzierung aus Mitteln der Goethe-Universität und des HMWK kostenlos bleibt und in diesem Jahr erstmals auch für Studierende der Rhein-Main-Universitäten geöffnet ist.

 

Das vollständige Programm finden Sie unter https://www.starkerstart.uni-frankfurt.de/120704366/Methodenwoche_Programm_2022_final.pdf,

die Anmeldung ist bis zum 22.07.2022 unter https://anmeldung.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/methodenzentrum/ freigeschaltet.


Bei Fragen wenden Sie sich gerne an
Methodenwoche@uni-frankfurt.de.

Das Team vom Methodenzentrum der Goethe-Universität Frankfurt

 

 

Institutskolloquium am 6.7.2022: "Warum manche Länder Geflüchtete aufnehmen und andere nicht."

 

Gastvortrag im Institutskolloquium:

Warum manche Länder Geflüchtete aufnehmen und andere nicht. Ergebnisse einer qualitativen Diskursanalyse aus sechs Ländern (Chile, Deutschland, Polen, Singapur, Türkei, Uganda).

von Prof. Jürgen Gerhards,
Seniorprofessor im Exzellenzcluster SCRIPTS der Freien Universität Berlin

Nach internationalem Recht ist es Staaten nicht erlaubt, Menschen, die in ihrem Heimatland verfolgt werden, zurückzuweisen. Die Realität sieht anders aus. So wurden beispielsweise die syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge von der Türkei und partiell auch von Deutschland mit offenen Armen empfangen, während sich Länder wie Ungarn und Polen weigerten, syrische Geflüchtete aufzunehmen. Ähnliche Länderunterschiede finden wir in anderen Regionen der Welt. Ugandas Grenzen sind gegenüber der Vielzahl von Geflüchteten aus dem Südsudan weit geöffnet, während das wohlhabende Singapore die Grenzen gegenüber der ethnischen Minderheit der Rohingya, die in ihrem Heimatland Myanmar massiv verfolgt werden, komplett abgeriegelt hat. Wie kann man diese Länderunterschiede in der Flüchtlingspolitik erklären?

Auf der Grundlage einer zusammen mit Daniel Drewski durchgeführten qualitativen Diskursanalyse von Parlamentsdebatten über Geflüchtete in sechs Ländern - Chile, Deutschland, Polen, Singapur, Türkei und Uganda –, versuchen wir zu zeigen, dass es weniger „objektive“ Faktoren sind, die die Flüchtlingspolitik beeinflussen, sondern die Deutung dieser Faktoren durch die Regierung und die Oppositionsparteien. Eine besondere Rolle zur Erklärung der Flüchtlingspolitik spielt dabei die Interpretation der kollektiven Identität der Aufnahmegesellschaft.

 

Zeit: 6.7.2022, 18:15 bis 19:45
Ort: Raum 02 - 445 (P 205) im Philosophicum

Über reges Interesse und eine interessante Diskussion würden wir uns freuen.